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Fuji XT20 - Mein Systemwechsel von Sony auf Fujifilm

Der geplante Fotowalk

 

Es war ein Tag im September 2018, ich nahm nach längerer Zeit mal wieder meine Kamera und wollte auf einen Fotowalk in die Lüneburger Heide losziehen. Da mein Fotorucksack seit dem letzten Walk unangetastet war checkte ich mein Equipment also auch nicht. 

An meinem gewähltem Fotospot angekommen, stellte ich nach nur wenigen Aufnahmen fest das meine Sony Alpha 6000* nicht so funktionierte wie sie es sonst tat.

 

Irgendwie hakte der Auslöseknopf, jedoch stellte ich nach kurzer Reinigung mit Pinsel und Blasebalg schnell fest das das Problem nicht Mechanisch war, sondern es irgendwie unter dem Knopf lag. Die Sonne war mittlerweile untergegangen und so zog ich mit nur wenigen Bildern im Gepäck davon, fuhr nach Hause um weiter dem Problem der Kamera auf den Grund zu gehen.

 

Nach vielen und langen Recherchen im Netz war ich um einiges schlauer. Ich war nicht der erste und auch nicht der einzige bei dem dieses Problem an einer Sony Alpha 6000 auftauchte. Jedoch, konnte man ohne ein Fotofachgeschäft aufzusuchen das Problem nicht lösen. 

 

Da ich nun schon viele Jahre diese Kamera hatte und recht zufrieden damit war, schaute ich nach einer neuen Kamera des gleichen Herstellers, auch weil über die Jahre das ein oder andere Objektiv mit E-Mount in meinen Besitz über ging.

Doch während meiner Suche bin ich immer wieder über Kameras des Herstellers Fujifilm gestoßen. Neugierig war ich schon immer was diese Kameras angeht. Denn in den letzten Jahren hat Fujifilm einen Mega Job gemacht und das machte auch in der Fotografen Szene die Runde. 

So kam es das ich mich mehr und mehr mit dem Fujifilm System beschäftigte und ich viele Informationen sammelte.

 

Kurz nach Weihnachten 2018 war es dann soweit ich ging zum Händler meines Vertrauens und holte mir eine Fujifilm XT20 inkl. dem 18-55mm f2.8-4.0. Das 18-55mm Objektiv ist das Kit Objektiv von Fuji, jedoch muss man sagen das es eines der besten Kit Objektive ist welches ich bisher nutzen durfte. Die Schärfe ist bei Blende 5.6 - 11 außerordentlich gut aber auch die Verarbeitung und die maximale Offenblende von f2.8 bei 18mm ist nice to have. 

 

Zoom oder Festbrennweite?

 

 

Bis Ende April nutzte ich ausschließlich das 18-55mm Objektiv für alle meine Aufnahmen (Landschaft, Familienfotos und Reportagefotografie). Aber ich liebe Festbrennweiten und gerade Fuji Festbrennweiten haben einen Mega guten Ruf. Nicht nur das sie durch tolle Schärfe überzeugen, auch die Verarbeitung, die Haptik  und die Größe ist bei den Objektiven extrm gut. So legte ich mir das 23mm f2.0 und das 35mm f2.0 zu, und was soll ich sagen. Ich bereue nichts. 

 

Mit der Kombination Fuji XT20 mit Fujinon 23mm als immerdrauf und das 35mm bin ich wahnsinnig Happy. Für meine Landschaftsaufnahmen habe ich mir noch das Samyang 12mm f2.0* zugelegt, auch in dem Bereich bin ich sehr zufrieden. Das Samyang bietet zusammen mit der Fuji für Landschaftsaufnahmen eine tolle Kombination.

Bevor ich mich für das Samyang 12mm entschieden habe, testete ich das Fuji Hauseigene Weitwinkel 10-24mm f4.0. Ein tolles sehr wertiges Objektiv mit einer tollen Bildqualität jedoch auch mit knapp 900€ nicht für jeden Geldbeutel geeignet. Noch dazu ist es im vergleich zum Samyang schon recht schwer und groß.

Letzten Endes entschied ich mich für Preis-/Leistung und blieb beim mit knapp 330€ günstigeren Samyang und hab somit sogar noch ein wenig mehr Lichtstärke. Somit kann ich bei auch mal die Astrofotografie an testen.

 

Mein Fazit

 

Zusammengefasst kann ich sagen, die Entscheidung für einen Systemwechsel von Sony APS-C auf Fujifilm APS-C fiel mir Anfangs sehr schwer, denn meine Sony A6000* hatte ich seit Januar 2014 im Einsatz und nach 5 Jahren entwickelt man doch eine gewisse Beziehung zu einer Kamera auch wenn es nur ein Werkzeug ist. Aber die wie ich finde absolut gute gelungene Optik der Kamera, die Haptik und die sehr einfache Menüführung haben mir den Einstieg sehr sehr leicht gemacht. Das Menü ist wirklich sehr übersichtlich und einfach zu bedienen, die ganzen Manuellen Einstellräder und das Touchdisplay möchte ich mittlerweile nicht mehr missen. 

Aber was ebenso wichtig ist wie die einfache Bedienbarkeit ist die Bildqualität und da leistet Fujifilm schon hervorragende Arbeit. Gerade in Verbindung mit den Fujinon Objektiven entstehen hervorragend scharfe Bilder.

 

Abschließend kann ich allen die überlegen sich eine Fuji Kamera zuzulegen raten sich bei einem Fachhändler seines Vertrauens die Geräte anzuschauen sie in die Hand zu nehmen und sich selbst von den oben genannten Vorteilen zu überzeugen. 

Da ich nicht viele Nachteile gegenüber meiner damaligen Sony Kamera feststellen konnte kann ich hier nicht über viel negatives berichten. Einzig und allein die RAW Entwicklung in Lightroom stört mich persönlich etwas, denn da muss man insbesondere beim Schärfen der RAW Daten schon sehr aufpassen das der bekannte und sehr ungeliebte Würmchen Effekt nicht eintritt. 

Derzeit teste ich diesbezüglich andere RAW Konverter und werde bei Gelegenheit hier im Blog davon berichten. 

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